Praktikum

7/2/2008

Abschiedsgeschenke

Gestern abend hatte ich meine Abschiedsessen mit meinen Kolleginnen aus dem Buero. Wir sind in den oertlichen Pub gegangen, wo man sehr lecker essen kann. Wir haben soooo viel gelacht! Zwischendrin musste ich mal schnell wohin und als ich zurueck kam, lagen 3 Paekchen auf meinem Platz. Alle Kollegen, die momentan noch im Schloss arbeiten, haben eine Karte unterschrieben und Geld gesammelt. Diese schoenen Andenken habe ich bekommen. :-) Der Head Guide hat mich allerdings schon vorgewarnt, dass ich mit den Schlossfuehrern auch unbedingt noch einen Trinken gehen muss. Das wird aber fuer die Zeit geplant, in der sie wieder arbeiten. Also ab Mitte Maerz. Freue mich schon.  Mein Zeugnis habe ich auch bekommen und ich muss ehrlich sagen, dass ich zwar ein gutes erwartet habe, doch nicht ein sooooo gutes!

Ihr duerft mir fuer naechste Woche Mittwoch (13.2.)  15.40 Uhr eurer Zeit die Daumen druecken. Zu der Zeit habe ich ein Vorstellungsgespraech fuer Stirling Castle.

 Bis dann!

 

21/1/2008

Irgendwann soll hier auch noch mal ein Beitrag zum Weihnachtstrubel kommen….

Aber heute will ich erst noch die neuesten Ereignisse erwaehnen. Ab dem 6. Januar arbeite ich nebenbei in einem kleinen Hotel in der Naehe vom Schloss. Es heisst Castleton House Hotel, hat 6 wunderschoene Zimmerchen und ein sehr gutes Restaurant. Das Ambiente ist sehr angenehm und meine Arbeitskollegen (soweit ich das bisher beurteilen kann) sehr nett. Hier die Internetadresse, falls ihr mal reinschauen wollt: www.castletonglamis.co.uk

Diese Woche ist meine 3. dort. Da ich im Januar noch 2x pro Woche im Schloss arbeite, bin ich im Hotel auch lediglich 2x die Woche. Den Rest der Zeit brauche ich fuer die Anfaenge meiner Diplomarbeit. Ab Februar, wenn mein Praktikum zu Ende ist, werde ich 3x die Woche im Hotel arbeiten und mir so hoffentlich meinen weiteren Aufenthalt im immer noch faszinierenden Schottland zu finanzieren. :-)

Liebe Gruesse in die Heimat!

 

19/12

Weihnachtsgeschenk vom Estates Office an die Leute bei uns im Buero. Gott sei Dank bin ich nur ein Praktikant und muss mich damit nicht rumschlagen! Aeh….

Fasaene

 

20/11

Tartan Trouser2Tartan Trouser1

Haha! Endlich brauche ich nicht mehr in meinem kleinen Roeckchen frieren…

 

7/11

Claudi im viktorianischen Kostuem fuer die X-mas Fuehrungen im Schloss (nicht totlachen!):

Victorian costume

 

2/11

Hier ist der Zeitungsartikel zu den gewonnen Preisen. Mich kann man auch (schwer) erkennen, links im Bild, rechts neben dem Mann, der die Haende gen Himmel streckt.

Zeitungsartikel

31/10

Guten Morgen,

es gibt ein paar Neuigkeiten im Schloss. Die eine musste ich ja gestern schon in die Welt herausschreien: die Inventarliste ist fertig. Es sind insgesamt 450 Seiten geworden, wobei lediglich 258 Seiten die tatsächliche Liste enthalten. Die restlichen Seiten enthalten Informationen (Danke Wikipedia) über Künstler, Porzellan, Regierungszeiten, Waffen etc., damit die Guide die Möglichkeit haben, schnell Dinge nachzuschlagen. Obwohl es doch insgesamt eine sehr unspektakuläre Aufgabe war, habe ich seeeeehr viel gelernt (kann auch nur interessant für Geschichtsfreaks wie mich sein) und bin auch ein wenig stolz auf das, was ich geschaffen habe. Und ich werde mich auch dafür einsetzen, dass die Liste so genutzt wird, wie ich mir das vorstelle. Gestern habe ich schon mit Mark darüber gesprochen, wie sie ausgedruckt und gebunden werden soll. Er hatte eine Vorstellung, die ich total ablehne. Er wollte sie nämlich auseinanderpflücken. Toll, das hatten wir doch bisher schon und es ist absolut unübersichtlich. Außerdem dauert es dann sicherlich nicht lange bis wenigstens ein Teil verloren gegangen ist. Nee, nee, nee, nur über meine Leiche.

Tja, und da ja nun diese Aufgabe beendet ist, brauche ich eine andere „Herausforderung“. Irgendwie bleiben bei mir alle langwierigen Aufgaben hängen. Ich übersetze jetzt die Website. Anfangs dachte ich, dass es ja nicht so lange dauern kann, doch beim näheren Hinschauen ist mir das Gegenteil aufgefallen. Mal sehen, wie lange das dauert.

Vor ca. 2 Wochen hatten wir 2 Männer von Visit Scotland bei uns im Schloss, inkognito, die geprüft haben, ob wir alle Kriterien für eine 5-Sterne Besucherattraktion erfüllen. Es hat tatsächlich gereicht, sogar mehr noch und wir haben nun offiziell 5-Sterne für die nächsten 2 Jahre. Danach wird wieder geprüft. Unser Chef hat anschließend jedem Mitarbeiter einen Dankesbrief und eine Einladung für den 1. November geschrieben. Morgen abend geht es nach der Arbeit ins Strathmore Arms für eine kleine „Feier“. Champagner ist schon bestellt und wir werden alle gemeinsam auf das Erreichte anstoßen.

30/10

Endlich ist es soweit! Nach etwas mehr als 2-monatiger Arbeit sind nun endlich alle Bilder, Beschreibungen und Formate in der Inventarliste des Schlosses am richtigen Platz. Juhuuuuuuuuuu!! Party!!! Ich kann’s auch nicht mehr sehen….

 

20/10

Hier kommt der neueste Newsletter sowie mein Dienstplan fuer November & Dezember. Die Tage mit Uhrzeit drin werde ich teilweise als Guide verbringen. Hoffentlich in einem huebschen viktorianischen Kleid.

Dienstplan Newsletter 1 Newsletter 2

 

10/10

Liebe Leute, es ist soweit. Das, was niemand fuer moeglich gehalten hat ist wahr geworden.

Glamis Castle ist eine “World Disney Site” geworden.

Zeitungsartikel

 

25/9

Moin Moin, Dinner Menue

meine Zeit als bezahlter Praktikant ist vorüber. Nun werde ich nur noch ärmer….

In der vergangenen Zeit ist praktikumstechnisch nicht viel passiert. Und seit Freitag ist meine Arbeit insgesamt ein wenig ins Stocken geraten. Es ist wenig los im Schloss, so dass ich nicht mehr als Guide im Dienstplan stehe. Aus selbem Grund wird auch kein Head of Stairs mehr benötigt. Und an der Inventarliste kann ich momentan nicht weiter arbeiten, da mir die Möbelliste fehlt. Die Originalliste von Christie’s darf ich nicht sehen, weil dort die Werte draufstehen und die Kopie ohne Preise wurde wohl verbaselt. Doll… Nun muss ich warten, bis mir das Büro eine weitere Kopie anfertigt. Und was mache ich in der Zwischenzeit?! Gute Frage – nächste bitte! Gestern habe ich mir die Zeit damit vertrieben, noch einmal über bisherige Inventarliste zu lesen, fehlende Bilder und Beschreibungen zu beschaffen, Maler, Porzellanhersteller und Möbelstile bei Wikipedia nachzuschlagen und zu kopieren (für schnelle Infobeschaffung am Ende der Liste vielleicht?!) und Emailadressen aus dem Gästebuch in die Kontaktliste des Schlosses einzutippen. Juhu… törööö… großartiger Tag. Gähn.

Dafür war der Sonntag abend besser, ich konnte wieder bei einem Dinner helfen. Diesmal war ich der Guide, der die Gäste zwischen Sektempfang und Abendessen durch’s Schloss führt. Dafür hatte ich ganze 20 Minuten Zeit, normalerweise würde es allerdings 30-35 Minuten dauern. Ich musste also ein wenig kürzen und die Leute scheuchen.

Zu den Kunden: es waren mixed Europeans, die für Lexus arbeiten. Von daher wurden sie auch in hübschen Wagen zum Schloss chauffiert. Man mag ja meinen, dass man sich für solch einen Abend was besonders Schönes anzieht (war ja auch bei dem letzten Dinner der Fall – Abendgarderobe). Wäre ich auf ein Schloss zum Abendessen eingeladen, müsste ich vor lauter Schreck wohl erst einmal shoppen gehen! Nicht jedoch diese Gruppe. Die meisten haben sich zwar Mühe gegeben und sahen ok aus, doch ein Typ ist tatsächlich in Jeans und T-shirt angerückt. Dem hätte ich am liebsten mit flacher Hand eins über den Hinterkopf gezogen! Hallo?!? Schloooooooss! Nicht zu Hause, Couch und Fernseh! Sepp….

Beim Sektempfang hat er dann auch noch ein 300 Jahre altes Schränkchen aus Japan als Abstelltisch missbraucht, um sich mal eben eine Flasche Miller’s innerhalb von 1,5 Minuten hinter die Binde zu kippen. Hätte nur noch gefehlt, dass er das mit einem Mörder-Rülpser quittiert. Doch Gott war uns gnädig. Ich glaube, dass hätte ich auch nicht mit ernster Miene überleben können. Das hätte mich vor Lachen zerrissen. Im Salon hallt es nämlich so schön….

Naja, zurück zum eigentlichen Thema. Als die Wagen ankamen, hat unser Bagpiper zur Begrüßung aufgespielt und auch am Ende meiner Schlossführung stand er spielend in der Krypta (= Eingangshalle, hat nichts mit Kirche und Tod zu tun) bevor es ins Esszimmer ging. Vorm Schloss hört es sich super an, doch in der gewölbten Steinhalle macht es einen fast taub. Nach dem 1. Gang (da fällt mir ein, ich reiche die Menüliste die kommenden Tage noch nach) kam dann das (die? der?) „Address to the Haggis“:

Der Bagpiper marschiert spielend vorneweg einmal durch das riesige Esszimmer, hinten dran der Koch mit Haggis auf einem Silbertablett und als letztes der „Dichter“ und ein Kellner mit Whisky. Der „Dichter“ spricht dann ca. 4 Minuten unverständliche Worte (war das bloß extremer Dialekt oder tatsächlich Gälisch?! Ich habe jedenfalls nur „bloody“ und „Haggis“ verstanden), wahrscheinlich ein Gedicht über Haggis, und schneidet es dann auf. Zum Schluss spülen dann Bagpiper, Koch und „Dichter“ ihre trockenen Kehlen mit Whisky. Das war’s. War irgendwie witzig… obwohl ich nichts verstanden habe. Und ich bezweifle, dass die Gäste mir was voraus hatten. Hihi

Anschließend ging das Essen dann ganz normal weiter. Und ich habe wieder genau das gleiche Essen bekommen. Dieses Mal war es ein 4-Gänge-Menü mit Hühnchenterrine, Haggis, Lamm und Zitronenkuchen. Mmhh, lecker, so lässt es sich arbeiten….

 

10/9

Claudi mit Scots GuardsDuke of KentParade der Scots Guards
Guten Morgen,

ein halbwegs spannendes Wochenende liegt hinter mir. Nicht, dass ich frei gehabt hätte. Nö! Doch es war viel los im Schloss, es war die Scots Guards Reunion. Kleiner Hinweis am Rande: der Name des Regiments ist verwirrend, die sind in der Nähe von London stationiert. Am Samstagabend gab es deshalb vor dem Schloss eine halbstündige Parade um 19 Uhr, die ich mir natürlich auch angeschaut habe. Auf dem Bild sieht man die Kapelle der Scots Guards, es gab allerdings auch noch eine Bagpipe Band mit Kilt, die gespielt hat. Ich versuche mal, ein davon Video hoch zuladen.

Die Jungs hatten so tolle Uniformen an, dass ich mir die Gelegenheit nicht durch die Lappen gehen lassen wollte. Kurzerhand habe ich 2 gefragt, ob ich mit Ihnen ein Foto machen könnte.

Am Sonntag war dann ein Tagesprogramm angesagt. Um kurz nach 12 Uhr kam der Duke of Kent (Leider lediglich der ältliche Kusin der Queen und nicht der jüngste Sohn; das ist der Duke of Wessex. Auf dem Foto trägt er einen blauen Kragen), um eine weitere Parade „abzunehmen“. Es waren auch noch weitere Soldaten dort, ein paar Buden und natürlich viel Security. Der Duke kam später auch noch ins Schloss und hat eine Privattour mitgemacht. Meine Kollegin war total aufgeregt, doch sie sagte, er sei sehr nett gewesen.

Ich hatte im Gegensatz dazu einen recht bescheidenen Tag im Schloss. Ich war Head of Stairs und gestern war einer dieser Tage, an denen man sich auf den Feierabend freut! Es waren so viele nervige Gäste da, unglaublich!! Ich sage 3 Leuten, sie sollen in 15 Minuten wiederkommen für die nächste Tour – also um 11.05 Uhr – und sie waren nicht da. Kein Problem an sich, vielleicht haben sie es sich ja anders überlegt und essen erst was. Die nächste Tour war eine italienische Busgruppe, die sich so langsam bei mir eingefunden hat. Zwischendrin kamen immer mal wieder Leute hoch, die nicht dazugehörten. Die habe ich freundlich gebeten, unten zu warten, da diese Führung in Italienisch sein würde. Ein Typ sagt darauf ganz pikiert „Oh, and the English come last!“. Bitte?!? Wir haben momentan ca. 16 Touren am Tag in Englisch und vielleicht 3 pro Tag in einer anderen Sprache!

Dann frage ich in die Menge, ob jetzt auch tatsächlich nur die Italiener bei mir sind. Plötzlich stehen die 3 Leute neben mir, die ich eigentlich für kurz nach elf erwartet hatte und fragen mich auf Englisch „Wir sind die Englische Tour. Wann und wo sollen wir hingehen?“ Wo kamen die denn nun plötzlich her?!?! Ich sagte Ihnen, dass sie ca. 10 Minuten unten warten müssen, da erst die italienische Gruppe reingeht. Es war bereits 11.10 Uhr oder so. Und nun kommt mein Lieblingsargument von Besuchern, für welches sich diese 3 Personen auch nicht zu schade waren: „Waaas? Aber wir haben für die Tour bezahlt!!“ Ich schaue auf die Uhr und sage Ihnen „Das ist richtig, allerdings waren sie für die Tour um 5 nach geplant und sie waren nicht da. Jetzt müssen sie halt warten, bis die nächste Tour in Englisch ist.“ Ihre Gesichter sprachen Bände…. Die haben sich gefreut. Nicht mein Problem!

Später am Tag war noch ein weiteres Ehepaar aus Spanien da, die es nicht pünktlich geschafft haben. Aber die haben sich ganz brav mit ihren Übersetzungen hingesetzt und haben gewartet. Und dann war da noch ein Spanier, dem ich sagte, dass die nächste Tour in 15 Minuten losgeht. Er schaut mich ganz entgeistert an und fragt mich, ob er nicht alleine durch’s Schloss laufen könne. Daraufhin erkläre ich ihm die Sachlage und er wird wütend. Er schmeißt sein Ticket bei mir auf den Tisch und regt sich auf. Sein Englisch ist aber nicht gut genug, um mir seinen Ärger zu erklären, also sage ich ihm, dass er mit mir Spanisch sprechen könne (langsam!). Das Ticket Office hätte ihm nicht gesagt, dass es nur guided tours gibt. Oder hat er es einfach nicht verstanden?!?! Es steht auch in Englisch auf einem großen Schild am Ticket Office. Und wenn es mir doch so wichtig ist, dass ich alleine durchlaufen kann, frage ich dann nicht noch einmal speziell nach?! Naja… ändert nichts an der Sache, deshalb lasse ich ihn nicht alleine los. Außerdem hätte man ihm gesagt, dass man einen spanischen Guide bekommen könnte. Stimmt, ein Guidebuch! Weitere Explosion seinerseits. Man hätte ihm angeblich gesagt, dass man einen Audioguide bekommen würde. Daraufhin habe ich mich innerlich halb tot gegrinst und ihm erklärt, dass das üüüüüüüberhaupt nicht sein kann, da wir ihm Schloss noch nie Audioguides gehabt haben. Niiiiiieeee! Mit der Länge der Führung war er dann auch unzufrieden und daraufhin habe ich ihm dann erklärt, dass er auch einfach wieder zum Ticket Office gehen könnte, um sein Geld zurück zu verlangen. Dann habe ich mich den anderen Besuchern gewidmet, die dort schon standen. Er ist dann abgedampft.

Nachdem die Tour schon einige Minuten angefangen hatte, stand der Spacko dann plötzlich wieder vor mir. Ich denke nur „Oh nein, eigentlich ist es zu spät, um ihn noch in die Tour zu lassen. Doch wenn ich ihm das jetzt sage und er weitere 15 Minuten warten muss, springt er mir an den Hals!“. Also habe ich ihm eine Übersetzung gegeben und reingeschickt.

Ich frage mich, was sich manche Leute so denken. Entweder ist ihr Englisch so schlecht, dass sie sich gefälligst nicht aufregen sollen, wenn sie es nicht kapieren. Es gibt ja auch Reiseführer von Schottland in jeder Sprache, in denen man sich vorher informieren kann. Oder das Internet. Glamis Castle ist in jedem Führer. Oder sie tun so, als würden sie es nicht verstehen und hoffen, dass sie deshalb ihren Willen kriegen. Seltsame Logik….

Das war mein toller Tag also gestern am Head of Stairs. Manchmal kommt es dick. J

 

4/9

Menueliste

Speisesaal 2Speisesaal 1Helikopter

Guten Morgen,

gestern war endlich der Tag der Dinner Party im Schloss. Ich sollte helfen und mal schauen, wie so was bei uns abläuft. Und es war nicht irgendeine langweilige Dinner Party, sondern der 35. Hochzeitstag von einem Herren, dem der amerikanische Wettersender gehört. Er ist mit seiner Familie und Freunden 1 Woche lang unterwegs (insgesamt 20 Leute), jeder Tag ist eine neue Überraschung dran. Er arbeitet mit der Firma Dreamescapes zusammen, die „High End Events” (auf Deutsch: das Beste und Teuerste wo gibt!) organisiert. Den Abend vorher hatten sie zum Beispiel die Royal Yacht Britannia in Edinburgh gemietet und dort im Ballsaal zu Abend gegessen.

Und gestern kamen sie also zu uns. Aber nicht per Auto, Limousine oder Bus, sonder per Helikopter. Die ersten 2 Helikopter kamen so gegen halb 7 eingeflogen, die Leutchen wurden von Lady Strathmore begrüßt und in den Italienischen Garten geführt. Dort war ein kleiner Empfang bei Sonnenschein und Blumenbeeten angesagt. Die Leute waren echt nett und eigentlich noch unter Schock! Die hatten ja keine Ahnung was passiert und auf einmal wurden sie mit Helikoptern zu einem Märchenschloss gebracht, wo eine richtige Gräfin den Abend mit Ihnen verbringt. Damit hatten sie nicht gerechnet. Normalerweise ist Lady Strathmore auch nicht anwesend.

Ca. eine Stunde später kamen dann die anderen beiden Helikopter mit den restlichen Gästen und alle sind in den großen Salon gegangen, wo bereits das Kaminfeuer brannte und Sekt & Canapés bereit standen. Anschließend hat meine Kollegin Maureen ihnen eine kleine Tour des Schlosses gegeben und danach kamen alle in den Speisesaal. Dort war der große viktorianische Tisch gedeckt und der Kamin gefeuert.

Sie hatten ein 5-Gänge-Menü und enorm viel Spaß! Um 23.30 Uhr sind sie dann mit einem Bus zurück nach Edinburgh gefahren worden. Doch vorher hat Lady Strathmore noch auf dem Steinway-Piano im Salon gespielt und gesungen. Tolle Gänsehautatmosphäre!

Ich glaube, für mich war der Abend fast genauso spannend wie für die Gäste. Es landen ja nicht grade jeden Tag Helikopter direkt vor’m Schloss! Meine Aufgabe den Abend war eigentlich nur bei den Gästen zu sein, falls sie mal zur Toilette geleitet werden mussten. Und während des Abendessen stand ich draußen, vor der Speisesaaltür, und haben sie auf und zu gemacht für die auftragenden Kellner. Nicht grade spektakulär… doch ich habe genau das gleiche Essen bekommen wie die Gäste. Hmmm, das war lecker. Das Wildbret (Venison) war noch zartrosa in der Mitte und zerging mir auf der Zunge! Das Menü kostete übrigens pro Gast 140 Pfund, also ca. 210 EUR… 420 DM. Aber so darf man ja nicht mehr rechnen. Ich scanne mal eben die Menüfolge ein. Naja… und ich wurde natürlich auch bezahlt. J Das waren gestern also insgesamt 14 Stunden Arbeit.

Am 23. September ist wieder ein Dinner, bei dem ich helfen kann. Da freue ich mich schon drauf.

29/8

An dieser Stelle habe ich schon lange nichts mehr von mir hoeren lassen. Es passiert aber auch momentan im Schloss nicht allzu viel Spannendes. Gestern war ein lahmer Tag, nur 500 Besucher. Und heute waren noch nicht einmal 400 in den Fuehrungen. Da habe ich doch dann spontan nach 2 Fuehrungen gesagt “Schluss fuer mich” und bin in Marks Buero gegangen. Dort habe ich momentan meinen 2. provisorischen Arbeitsplatz aufgeschlagen; mit meinem eigenen Laptop. Seit 1 Woche oder so arbeite ich bereits an einer Inventarliste des Schlosses. Hoert sich nach einem Haufen Arbeit an – ist auch so! Ich muss von jedem Teil im Schloss ein Foto machen und das mit einer kurzen Beschreibung in ein Worddokument einbauen. Zum Schluss haben wir dann ein huebsches Buch (habe schon etwas ueber 100 Seiten und ich muss noch 3 Raeume fotografieren) beisammen. Die Fotos sind ja schnell gemacht, doch das Zuschneiden, verkleinern und vor allem die Beschreibungen halten ganz schoen auf. Ich habe 2 Quellen dafuer. Einmal die offizielle Liste von Christie’s (beruehmtes Auktionshaus, leider sind die Preise abgeschnitten…) und einmal eine inoffizielle Liste des Schlosses. Beides ist relativ alt, so dass einige Stuecke schon laengst im Privatfluegel des Grafen stehen, andere Teile nicht mehr in diesem Raum oder im Raum an anderen Plaetzen stehen. Gaaaanz schoen frustrierend! Und dann sehe ich staendig Woerter, die ich noch nie im Leben gehoert oder gesehen habe. Das raubt einem den letzten Nerv. Zum Glueck kann ich wenigstens nebenbei Musik hoeren auf meinem Laeppi und Mark kommt ab und an mal rein, macht nen Spaesschen und hilft mir bei der Identifizierung vom Iventar.

Am 3. September soll ich abends bei einem Dinner helfen. Irgend so eine Firma hat ein Incentive fuer ihre Mitarbeiter gebucht und die werden mit Helikoptern bei uns eingeflogen. Wie geil ist das denn?!?! Ich werde den Abend mit Claire, der Event Managerin verbringen, sprich, ihr auf die Finger schauen. Ich darf nicht vergessen, meine Kamera mitzunehmen. Die Helis will ich aufnehmen! Ich habe das Mark erzaehlt und er meinte, das ist nicht eine Firma, sonder der Duke of Kent, der da kommt. Ach du Schande….! Der Duke of Kent – das ist Prince Edward. Da habe ich aber ganz schoen kalte Fuesse bekommen. Den haette ich ja dann auch begruessen und ggf. zu den Toiletten fuehren muessen. Grossartig…!

Doch gluecklicherweise hat Mark sich verguckt. Der Duke kommt erst ein paar Tage spaeter zu einer Parade der Scots Guards bei uns abends am Schloss. Ich glaube, er ist der Schirmherr des Battalions oder so. Ich will mal zusehen, dass ich an dem Abend laenger bleiben kann. Das Spektakel moechte ich mir natuerlich nicht entgehen lassen. Und wenn doch schon mal Royalty bei uns rumlaeuft…

Prince Charles wird uebrigens zur Eroeffnung des neuen Eingangstores zum Schloss erwartet. Das ist quasi das “Queen Mum Gedenktor”. Er soll glaube ich die zeremonielle Eroeffnung vornehmen. Mensch, Mensch, Mensch…. Vornehm geht die Welt zugrunde! Und ich mittendrin… allerdings nicht wirklich dabei ;-)

 

20/8

Gestern kamen ein paar Schueler aus einer Dudelsackschule in Orleans zu uns. Sie wollten mal eine Runde vor’m Schloss spielen…

franzoesische Bagpiper

Neues Bild von mir in Uniform

 

 

Head of StairsGary und ein franzoesischer Tourguide

 

Neuer Dienstplan fuer September

14/08:

Nur noch heute (Dienstag) und dann habe ich 2 Tage frei.

So langsam kann ich die auch wirklich gebrauchen, meine Stimme ist seit dem Wochenende etwas angeschlagen. Beim Konzert war es doch eher nasskalt und das schlägt mir immer auf die Stimmbänder.

Am Sonntag war bei uns im Schloss die Hölle los. Alles sah nach einem eher ruhigen Sonntag aus, da lediglich 3 oder 4 Busse angemeldet waren. Doch da hatten wir uns getäuscht! Am Ende des Tages waren 9 Busse da gewesen und insgesamt 1122 Leute sind mit Guides durch das Schloss gelaufen. Und dabei hatten wir noch nicht einmal späte Touren um 17h und 17.30h. Die letzte Tour war um 16.30h. Puh! Normalerweise hatten wir die letzten Tage/Wochen so zwischen 800-900 Leute. Da haben 7 Guides pro Tag ausgereicht, die alle 10-15 Minuten losgegangen sind. Am Sonntag waren wir dann zu 9. und wir sind alle 7 Minuten gestartet. Die Gruppen waren auch immer voll (ca. 35 Leute), was es noch schwieriger macht. Wir waren durch das Schloss aufgereiht wie an einer Schnur, in jedem Zimmer eine Gruppe. Wenn einer zu langsam war, dann lief die Gruppe danach auf. Das war eine gute Erfahrung für mich, natürlich war ich im 1. Durchgang zu langsam J

Für gewöhnlich haben wir im 1. Durchgang insgesamt so an die 200 Leute, an diesem Tag waren es um 350!

Gestern (Montag) war dann wieder alles normal. Allerdings nicht für mich. Für gewöhnlich habe ich nur englische Gruppen, vielleicht eine deutsche am Tag (wenn’s hoch kommt). Gestern hatte ich insgesamt 5 Touren und 4 davon waren deutsch. Das war total angenehm!! Allerdings komme ich doch so langsam tatsächlich mit dem Englischen durcheinander, ich mische englische Worte rein oder mir fällt im ersten Augenblick das richtige deutsche Wort nicht ein. Nach der 1. deutschen Tour am Tag geht es dann aber.

Und das Tolle an deutschen Touren ist, dass das positive „Trinkgeldrisiko“ viiiel höher ist als bei anderen. Gute deutsche Angewohnheit…..

Die erste Gruppe, das waren allerdings Luxemburger, hat mir insgesamt 9 Pfund gegeben. Aber nicht weitererzählen, man muss hier in GB sein Trinkgeld versteuern. Wobei…. Ich verdiene ja viel zu wenig, um überhaupt Steuern zu zahlen. Die letzte Tour am Tag waren 19 Leute vom Luxuszug „Royal Scotsman“. Und zum Schluss hat mir ihr „Gruppensprecher“ noch nett die Hand geschüttelt. In seiner Hand war ein Papier und ich habe mich schon gefreut „juhuu, mindestens 5 Pfund!“. Als ich dann außer Sichtweite war habe ich reingeschaut und ich musste mich erst einmal vor Schreck festhalten. Der hat mir tatsächlich einen 50-EUR-Schein in die Hand gedrückt! Aaaah, das ist fast ein komplettes Tagesgehalt für mich. Der Hammer! Das war ein guter Tag gestern….. ;-)

Ach ja, und ich möchte hier noch etwas Wunderbares publik machen.

Ich habe es tatsächlich geschafft: ich habe nun ein richtiges Bankkonto. Mit Karte und so. Man kann es also schaffen, allerdings nicht bei der Royal Bank of Scotland. Und meine National Insurance Number habe ich auch gestern per Post bekommen. Nun kann ich endlich 11% von meinem Lohn dafür zahlen. Juhuu, endlich (Vorsicht: Sarkasmus)! Das ist einer der beiden Gründe, warum ich mich bis zum 23. September mit Arbeit zuschmeißen werde, ohne grossartig frei haben zu wollen. Ich bin jung und brauche das Geld….

So, und nun gibt es nichts mehr zu erzählen. Ich bin mal gespannt, was der heutige Tag so bringen wird. Trinkgeldtechnisch kann gestern ja schon gar nicht mehr getoppt werden.

 

 

Claudi in Uniform

Dienstag, 24/07/07

Ich wollte heute abend unbedingt etwas Bestimmtes berichten. Und jetzt sitze ich hier vor´m Laptop und es ist weg! Typisch…

Ich mache mir jetzt erst einmal eine Liste:

Gestern habe ich, als ich nur schnell die Feedback-Box im Restaurant leeren wollte (wichtige Marketingarbeit ;-) ), Lady Strathmore getroffen; die Ehefrau des Grafen. Sie hat sich dort mit meinem Chef unterhalten und er hat mich ihr vorgestellt. Ich war so baff, dass ich gar keine Zeit hatte, aufgeregt zu sein. Mir ist sogar die richtige Anrede geglückt und wir haben uns einen Moment unterhalten. Sie hat sogar mein exzellentes Englisch gelobt (Hallo Herr Bauer), was sie gar nicht hätte erwähnen müssen. Tja…(*2cm-größer-werd*)

Des Weiteren hatte ich schon Angst, diese Woche gar nicht groß in Action zu kommen, da ich ja noch nicht im Dienstplan stehe. Gestern jedoch bin ich für eine kranke Kollegin eingesprungen, das gleiche passiert am Donnerstag und Samstag, morgen eventuell auch. Heute war ich auf Abruf und habe meine Zeit im Büro verbracht: Emailadressen von den Feedback-Karten und dem Gästebuch in eine Distribution List eingeben. Ich hatte auch nur alle Einträge und Karten seit März auf dem Schreibtisch liegen…. Is ja nix! Zwischendurch habe ich eine deutsche Gruppe geführt, was sehr viel Spaß gemacht hat.

Später habe ich noch die 5-Uhr-Tour übernommen und die war bisher die beste Tour auf Englisch überhaupt: flüssig, witzig, relativ schnell. Und ich habe auch ganz viel Lob von den Gästen bekommen, dass es ihnen viel Spaß gemacht hat. Endlich!!! Wann darf ich eigentlich den ersten von euch durch`s Schloß führen?!? Nadine, Sara, Mo, Flo… Wo sind eure Urlaubsanträge?!?

Auf dem Weg zur Arbeit ist mir übrigens ein kleiner Transporter aufgefallen, der vor dem B&B meiner Vermieter im Dorf stand. Vechteraner Kennzeichen!! Ist das wohl zu fassen?!? Die Welt ist ein Dorf… Auf dem Rückweg heute Abend kam der Halter grade aus dem Haus und ich habe schnell gehupt und gehalten. Er ist mit 2 Kollegen auf dem „Deutschen Markt“, der grade in Dundee stattfindet. Also keine Kirmes sondern lediglich 20 Fressbuden mit Bratwurst, Sauerkraut etc. Dass, was man halt im Ausland von Deutschland erwartet.

Treffen sich ein Vechteraner und eine Diepholzerin in Schottland…..

 

 

Beginn der 3. Woche hier in Schottland.

Ich habe heute, Montag, 3 Touren gefuehrt, alle auf englisch. Es war ok, doch fuehle ich mich immer noch ein wenig unsicher. Gerne wuerde ich besser mit den Gaesten scherzen koennen, doch bin ich momentan immer noch so darauf bedacht, keinen Unsinn zu erzaehlen und alles in einem halbwegs passablen Englisch rueberzubringen. Hoffentlich wird das bald besser…

Des weiteren wollte ich ja noch von dem Newsletter erzaehlen. Jeden Monat wird ein kleiner Newsletter herausgebracht, geschrieben von dem schlosseigenen Priester. Das macht er so nebenbei in seiner Freizeit. In der naechsten Ausgabe werde auch ich dort einen Platz finden, ganz nach dem Motto “… duerfen wir einen deutsche Studentin, Claudia Rempe, in den Reihen der Kollegen begruessen… blabla”. Alles nicht so spannend, doch ratet mal wer u.a. diesen Newsletter liest?!?

DIE QUEEN!!! Aaah, bald liest sie meinen (!!!!!) Namen – dass ich das noch erleben darf… Man fasst es nicht.

 

 

 

 

Mein Dienstplan für August:

H = Head of stairs

Nummern sind für guided tours

IN = einfach mal da sein

Dienstplan

 

Moin Moin,

heute Morgen (Mittwoch) mache ich die Rollläden hoch und was sehe ich? Nebel und Regen…. Großartig. Hier scheinen 2-3 Tage mieses Wetter auf einen Sonnentag zu folgen. Blöde Organisation!

Naja… da ich ja eh arbeite, tangiert mich das lediglich peripher.

Am Dienstag habe ich einen Tag im Ticket Office zugebracht, um zu schauen, welche Arten von Tickets es am Schloss gibt, wie das System funktioniert und überhaupt auch mal dort aushelfen zu können. Dabei sind mir diese kombinierten Tickets aufgefallen, mit denen man auch noch andere Sehenswürdigkeiten anschauen kann; wie zum Beispiel das Treasure Ticket. Interessant für alle, die hier in Schottland ein Auto mieten möchten, während sie mich besuchen. Infos über dieses Ticket liegen unter „Freizeit in Alba“ bereit.

Besonders im Ticket Office ist mir auch noch mal der Wahnsinn mit den englischen/schottischen Pfund-Noten aufgefallen. Ständig bekomme ich Geld in die Hand gedrückt und es dauert erst einmal 5 Sekunden bis ich herausgefunden habe, welche Note das ist! Schließlich haben die Bank of Scotland, die Royal Bank of Scotland, die Clydesdale Bank und englischen Noten alle andere Aufdrucke drauf. Außerdem habe ich mir sagen lassen, dass man „unten“ in England seine schottischen Pfund nur sehr schwer los wird. Es ist zwar eine Währung, aber wohl irgendwie doch nicht so richtig….. (Die spinnen, die Briten!)

Gestern hatte ich Glück, dass ich überhaupt noch pünktlich zum Schloss gekommen bin. Die Polizei hat nämlich aufgrund eines Bombenfundes fast das komplette Dorf abgeriegelt. Es kursierten natürlich erst einmal wilde Gerüchte von Bombe über Gasleck hin bis wer weiß nicht was, doch schlussendlich waren es Phosphor-Bomben aus dem 2. Weltkrieg, die die Armee dort – für den Fall der Fälle – deponiert und später vergessen hat. Wie die Geschichte mit dem Eichhörnchen und den Nüssen…. Bei Bauarbeiten ist wohl einer der Glasbehälter kaputt und „in die Luft“ gegangen. Insgesamt nicht so schlimm wie eine richtige Bombe, doch schön war das wohl auch nicht. Damals wollten die Briten diese Dinger auf deutsche Panzer werfen, damit der entstehende Rauch die Fahrer so benebelt und verwirrt, dass die einen Unfall bauen. ?!?! Wären richtige Bomben nicht effizienter gewesen?! Man weiß es nicht….

Auf jeden Fall kam die Sache im Radio und auf BBC (Scotland). Hoffentlich keine Werbung, die „backfired“ (hihi… konnte ich mir jetzt nicht verkneifen).

Im Schloss angekommen, habe ich mir meinen Arbeitsplatz für den Tag ausgesucht. Momentan ist das tatsächlich so. Da mir keiner sagt „Claudia, heute machst du das und das“ suche ich mir eben selber Arbeit. Bisher hat sich noch keiner beschwert.

Also bin ich zum „Head of Stairs“ gegangen. Hört sich toll an, ist aber lediglich die Person, die am Ende des Aufgangs (am Treppenkopf) zur Tour durch´s Schloß steht und darauf wartet, Tickets zu kontrollieren & die Touren zu organisieren etc.

Heute, Donnerstag, soll ich das nämlich ganz alleine machen. Hört sich an sich nicht so kompliziert an, doch kann ganz schön hektisch werden, wenn auf einmal das Ticket Office funkt „Coach comes in“ und dieser Bus – oder wahlweise 3 Busse voll mit italienischen Studenten (tatsächlich passiert) – überhaupt nicht geplant war und die nächste halbe Stunde die Touren schon fest gebucht mit anderen Bussen sind. Dann wird es witzig! Meistens haben die Tourguides dieser Touren nämlich dann kesse Sprüche auf den Lippen wie „aber uns wurde eine italienische Tour versprochen“, „natürlich haben wir vorher reserviert“ etc. Wir haben zwar Guides, die italienisch, spanisch, portugiesisch, französisch, deutsch sprechen, doch wenn alle unterwegs sind, weil keiner mit diesem Bus gerechnet hat, dann… Pech gehabt.

Ich hoffe, dass mir so was heute nicht passieren wird. Im Notfall kann ich aber ja immer noch auf die Guides zurückgreifen, die grade nicht auf Tour sind. (Bitte lieber Gott, lass diesen Tag nicht im Chaos versinken)

Morgen arbeite ich dann wohl bis ca. 14.30/ 15 Uhr und mache mich dann auf den Weg nach Edinburgh, wo ich um 18.55 (meiner Zeit) den Flieger nach Dortmund nehme. Sonntag geht es dann wieder zurück.

Falls mich also irgendjemand erreichen wollte ab Freitag Abend 22 Uhr: entweder meine dt. Handynummer wählen oder am Samstag zwischen 8.30 und 16 Uhr unter der Festnetznummer meiner Eltern versuchen (auf Wunsch per Handy zu erfragen). Da am Samstag Abend meine Nichte heiratet und große Party angesagt ist, hoffe ich, dass mich niemand am Sonntag vor Mittag erreichen möchte ;-)

So, das war´s bis auf weiteres nächste Woche erst einmal von mir. Machtetjuuut!

2nd story:

Glamis CastleGlamis Castle

Die erste Woche ist rum!

Leider habe ich das Schlimmste noch nicht überstanden: ich habe noch keine komplette Führung gemacht.

Gestern, Freitag, war um 12 Uhr eine deutsche Gruppe angemeldet. Meine Chance…. Ich habe zusammen mit Jennifer, einer älteren schottischen Dame, die Deutschlehrerin war und wirklich fehlerfrei spricht die Führung begonnen. Von den 10 Zimmern habe ich 4 übernommen. Und ihr könnt euch vorstellen, wie aufgeregt ich war. Natürlich habe ich der Gruppe erzählt, dass ich das jetzt zum 1. Mal mache und nach dem ersten Zimmer klopften mir ein paar auf die Schultern und sagten „Gut gemacht“, „Man hat gar nicht gemerkt, dass du aufgeregt warst“ etc. Von wegen… ;-) Jennifer hat auch gesagt, dass ich das ganz gut gemacht habe. Dumm nur, dass mir 2 x die entsprechenden deutschen Wörter nicht eingefallen sind. Das kommt davon, wenn man alles immer nur auf Englisch hört. Naja, die Gruppe war aber super nett und hat mir zum Schluss noch alles Gute gewünscht.

Nachmittags habe ich dann um 17 Uhr noch eine Gruppe „mitgenommen“; mit einer meiner anderen Kolleginnen. Die spricht nur Englisch. Da habe ich dann 2 Zimmer auf Englisch gemacht. Das Problem ist folgendes: Ich weiß über so gut wie jedes blöde Möbelstück etc. in den Räumen bescheid, doch sobald ich vor den Leuten stehe werde ich nervös und verhasple mich. Dabei könnte ich denen ja eigentlich was vom Pferd erzählen. Wobei… diese Gruppe bestand fast nur aus Ausländern, die Übersetzungen dabei hatten. Das fällt dann schon auf, wenn ich was ganz anderes erzähle als dort drin steht.

Egal… nicht verzagen – weiter machen. Jetzt habe ich erst einmal Wochenende. Allerdings kommt morgen um 10.30h wieder eine deutsche Gruppe zu der ich auch gehen werde. Wieder ein paar Zimmer machen. Und dann sollte das in Deutsch aber auch klappen!! Einziges Problem bleibt das Timing: 10 Räume, teilweise längere Gänge und Treppen, 50-55 min Zeit. Und wenn dann noch die Hölle los ist mit einer Gruppe 10 min vor und einer 10 min nach dir…. Huiuiui.

1st story:

Mein CottageAussicht von meinem Cottage 1Aussicht von meinem Cottage 2Kuehe am SchlossAnkunft in SchottlandMein ZimmerDie Faehre

Hallo Ihr Daheimgebliebenen,

es ist Dienstag, der 10. Juli 2007 abends um 20 Uhr schottischer Zeit und ich sitze in „meinem“ Wohnzimmer im Cottage. Mein erster richtiger Tag im Schloss ist vorüber, ich habe zu Abend gegessen und Bürokratie für die Eröffnung eines Kontos ausgefüllt. Doch …. ich fange mal am Anfang an! Für alle, die schnell noch auf Klo müssen: Zackig, das dauert hier jetzt etwas länger!

Aaalso, um 11 Uhr am Sonntag bin ich von Diepholz nach Amsterdam/Ijmuiden zur Fähre gestartet. Wetter war super (warum konnte das die Tage vorher nicht auch schon so sein?!?!) und die Autofahrt reibungslos. Erst folgt man den Schildern Amsterdam, dann Haarlem und – schwups – sieht man auch schon Schilder mit einem Schiff drauf. Natürlich war ich viel zu früh; wie meistens. Dafür war ich auch eine der ersten, die ihr Auto in den Bauch des Schiffes verfrachten konnten. In der Zwischenzeit hatte mein linker Arm schon fast einen Sonnenbrand und mein Kopf Schmerzen. Ich schätze, das lag an dem Winterreifen, den Papa hinter den Fahrersitz geklemmt hat und der sich nach ca. 1,5 Std. Autofahrt doch so langsam in meinen Rücken gedrückt hat. Als erstes habe ich meine Kabine inspiziert, insgesamt echt ok, doch wenn ich an die 176 EUR denke, die ich dafür gezahlt habe, hätte zumindest ein Betthupferl auf dem Kissen liegen und die Wasserhähne vergoldet sein können. Egal..

Ich habe mich, in der Hoffnung meine Kopfschmerzen lindern zu können, erst einmal 1 Std. auf´s Ohr gelegt. Leider Fehlanzeige. Anschließend bin ich ca. 1 Std. durch´s Schiff gestöbert, um zu schauen, was man abends so unternehmen kann und um das Ablegemanöver anzuschauen. Hat er gut gemacht, der Käpt´n! ;-)

Im Bordkino lief unter anderem „300“, den wollte ich ja damals schon im Kino sehen. Für 7 EUR um 21 Uhr. Bis dahin, dachte ich mir so, kann ich mich ja noch mal hinlegen und hoffen, dass meine Kopfschmerzen verschwinden. Wieder Fehlanzeige! Geschlafen habe ich, Schmerz noch da, kein Kino, dafür weiter schlafen. Bis morgens um 6 Uhr. Kopfschmerz ist mit mir aufgewacht. Juhuuu! Um kurz nach 6 Uhr war schon die englische Küste in Sichtweite, dafür keiner meiner Mitfahrer. Ich hatte das Schiff für mich alleine. Ach nein, meine Kopfschmerzen waren ja auch noch da. Zum Frühstück wollte ich nen Kaffee, den gab es erst ab 7 Uhr und ich habe deshalb versucht, dieses Sunkist-Zeug zu trinken, was mir Mama mitgegeben hat. Mit Kopfschmerzen schmeckt das scheiße! Ich also wieder ins Bett und noch mal fast bis 9 Uhr geschlafen. Und siehe da: alleine aufgewacht – keine Kopfschmerzen mehr! Right on time. Ohne Kopfschmerzen schmeckt das Sunkist-Zeug dann auch einigermaßen. J Und ich muss sagen, dass ich meine Kabine auch für mindestens 150 von 176 EUR genutzt habe! Mehr ging fast nicht.

Um 10 Uhr haben wir dann pünktlich angelegt und ich bin zu meinem Auto. Das war so zugeparkt, dass ich mich reinquetschen musste… hatte so ca. 20cm Platz. Warum das sein musste? Weil mir gesagt wurde, dass gleich das Deck vorne abgesenkt wird und ich jawohl meine Handbremse angezogen hätte. Klar…. Natürlich… Wieso hat mir der Typ vom Einpark-Hilfsdienst davon nichts gesagt?!?!? Aaaah… also reinquetschen. Alles noch mal gut gegangen. Puh. Und das Auto hinter mir hat auch gehalten.

Was hat Antoine mir mit auf den Weg gegeben? „Claudia, wenn du aus der Fähre raus kommst: links fahren!“ Gute Idee, das habe ich mir auch ca. 10x gesagt und es hat geklappt. Was sagte Papa mir? „Claudia, pass vor allem in den Kreisverkehren auf!“ Wo muss ich in Newcastle als erstes durch? Natürlich durch 3 Kreisel…. Lief wie am Schnürchen! Aber ich muss mich jetzt auch mal selbst loben. Ich bin auf der kompletten Fahrt ohne Verfahren an`s Ziel gekommen. Obwohl ich nicht immer 100%ig sicher war, ob ich mich richtig entschieden habe. Newcastle war das Schlimmste, da musste ich einmal quer durch die Stadt. Danach war es ein Kinderspiel und als ich dann schon in Jedburgh war, kannte ich die Strecke vom letzten Jahr. Um Edinburgh herum gab es auch kein Problem, lediglich zäh fließender Verkehr vor der Forth Bridge. Lange vorher hatte sich übrigens schon wieder mein Winterreifen bei mir im Rücken bemerkbar gemacht. Doch dieses mal ohne schmerzende Konsequenzen im Oberstübchen. Danke!

Um 14:15 Uhr kam ich schlussendlich auf der Farm an. Hatte ich übrigens schon bemerkt, dass während meiner gesamten Reise die Sonne in einer Tour vom blauen, mit Zuckerwatte-Wolken besprenkelten, Himmel schien? Nein? Es war aber so!

Meine Vermieter haben mir gleich Tea & scottish Shortbread angeboten und ich soll sie doch bitte Grace und Eric nennen. „Hier gibt es keinen Mr. Und Mrs!“ Auch gut, Frau Rempe ist schließlich meine Mama und nicht ich. Der Sohn Graeme, mein Mitbewohner, war nicht da, sonder bei der Arbeit auf dem Kartoffelfeld. Also hat Eric mir meine Unterkunft gezeigt und ich wäre am liebsten schnell raus gelaufen, um einen Freudentanz aufzuführen. Soooo schön! Alles ist neu und sauber. Und da Graeme morgens früh um 7 Uhr aus dem Haus geht und erst abends spät wieder zurückkehrt, habe ich eigentlich alles für mich alleine. Essen tut er nämlich auch schräg gegenüber bei seinen Eltern. Geeeenial! Wobei er wirklich ein sehr netter und lustiger Geselle zu sein scheint. Er war gar nicht gehemmt und ganz offen und hilfsbereit. Abends hat er mich noch auf eine „Besichtigungstour“ durch Forfar (10 min Autofahrt) genommen, um mir die Shoppingmöglichkeiten (Aldi, Lidl, Tesco, Bäcker, Schlachter, Post etc.) zu zeigen. Das war nett!! Und er hat erzählt, dass es hier so eine Vereinigung oder so gibt, wo er hingeht. So, jetzt bitte festhalten, die heißt „Young Farmers“. Huijuijui, da muss die Hölle los sein, wenn die sich treffen. Nee, jetzt mal im Ernst, ich schätze, das ist so was wie die Landjugend, bloß für Leute, die tatsächlich auf einer Farm arbeiten. Zum Erfahrungsaustausch…?!?! Man weiß es nicht. Doch ich werde das in Erfahrung bringen. Ich will mich auch nicht über ihn lustig machen, er ist wirklich ein Netter. Und sieht übrigens auch wider erwartend nicht hässlich aus. Sprich keine schiefen Zähne, rote Haare und überhaupt nicht ungepflegt. Eigentlich sogar ganz normal und sympathisch.

Sein Papa kam am Abend auch noch rein, um mit mir den Mietvertrag auszufüllen und Miete plus Kaution entgegenzunehmen. Er hat mir spontan mal 65 Pfund (ca. 100 EUR) erlassen für Juli, da ich ja am 9. erst eingezogen bin. Damit hatte ich nicht gerechnet. Danke!

Hab ich schon von der Aussicht und Lage des Cottage geschwärmt? Oh Mann, das könnt ihr euch nicht vorstellen. Es liegt in einem kleinen „Tal“, man sieht lediglich die elterliche Farm versteckt hinter Bäumen und weit weg eine weitere Farm. Ansonsten nur Felder, Hügel, Kühe, Bäume. Ein Traum, wenn abends die Sonne alles beleuchtet; wie gemalt! Die Farm gehört übrigens zum Besitz meines Chefs, dem Earl of Strathmore. Wobei das nicht ganz korrekt ist, da es ihm persönlich nicht mehr gehört. In den 50er Jahren hat er den Besitz in einen Trust überführt, da er es sich sonst nicht mehr hätte leisten können, auf alles Steuern zu zahlen. Nun ja, und nun verwaltet alles der Trust. Ich glaube, im Umkreis von 5/10 km gehört alles dazu und „meine“ Familie, die Jarrons, habe ihren Teil gepachtet.

Zum Schloss bin ich gestern auch noch schnell. Doreen, mein Buddy, hat mich sehr herzlich in Empfang genommen, mir die ersten Kollegen vorgestellt und mir die ersten Orte am Schloss näher gebracht. Und direkt hinter dem Parkplatz ist eine Weide mit den zotteligen Hochlandkühen. Was noch viel besser ist: die haben im April Kälber bekommen! Wie niedlich die sind! Die sehen aus wie kleinen Teddybären und sind relativ zahm, da ja ständig Scharen von Besuchern sich am Gatter versammeln. Heute nach Feierabend konnte ich eines der Kleinen streicheln und es hat mir mit seiner rubbeligen Zunge die Hand abgeleckt. Wat putzig! Am liebsten hätte ich es gleich mitgenommen. Morgen will ich mal ein paar (100) Fotos machen.

Tja, was habe ich eigentlich heute den ganzen Tag gemacht? Vor der Arbeit war ich in Forfar bei Lidl shopping. Schließlich hat Graeme hier in seiner Küche nichts. Also musste ich auch Dinge wie Zucker und Mehl kaufen.

Beim Schloss hatte ich als erstes ein Gespräch mit meinem (richtigen) Chef, dem General Manager Mr. Adams. Anschließend hat mich Doreen zu Mark, dem Castle Manager gebracht. Der nahm mich auf eine private Security & Safety Tour durch´s Schloss mit, wo er mir erklärt hat, worauf ich in welchem Raum achten muss. Nicht, dass mir eine alte Dame rückwärts die Stufen runtersegelt oder ein Jungspunt den Alarm am großen Esstisch auslöst etc. Spannend. Mein erster Eindruck war „Oh Gott, hoffentlich verlaufe ich mich während meiner eigenen Schlossführung nicht.“ Doch beim zweiten Durchgehen habe ich dann die Checkung gehabt. Wenn man älter ist, dauert es halt ein bisschen länger…

Nach der Mittagspause, die ich im Guide Room mit den anderen Guides verbracht habe (eine Dame spricht tatsächlich 4 Sprachen: Portugiesisch, Spanisch, Französisch und Englisch), bin ich mit Doreen nach Forfar gefahren, um das Abenteuer „Kontoeröffnung“ zu starten. Wie bereits aus dem letzten Jahr bekannt, gestaltet sich das etwas … ich will mal sagen… schwieriger in diesem Land. Da kann man nicht einfach hingehen und sagen „hallo, ich will ein Konto“. Nein! Die wollen genau wissen, wer du bist (Ausweis) und wo du wohnst (Mietvertrag). Allerdings reicht ein privater Mietvertrag wie ich ihn habe bei der Royal Bank of Scotland nicht aus. Schließlich kann da ja jeder kommen… Also brauch ich ein Dokument, was beweist, dass ich da tatsächlich wohne. ???? Hä?? Und welches wäre das? Ich bin gestern erst eingezogen? Die Spinnen! Egal, die Bank of Scotland macht das auch ohne Nachweis eines Nachweises. Und dafür hab ich heute Abend die Papiere ausgefüllt. Allerdings wollen die wissen, wo ich die letzten 3 Jahre gewohnt habe. Osnabrück, Edinburgh, Neuenburg/Rhein – und was bitte nützt denen das?!

Des Weiteren waren wir beim Schneider, um Maß für meinen Rock zu nehmen, der dann auch hoffentlich Ende der Woche fertig sein wird. Anschließend konnte ich mich beim Schloss durch weitere Anweisungen, Regelungen etc. durchlesen, bis um 16 Uhr endlich mal eine englische Führung stattfand. Vorher war das Schloss geflutet von italienischen Bratzen im fiesen Alter von ungefähr 15 bis 17 Jahren. Endlich meine erste Führung! Das werde ich diese Woche so oft wiederholen, wie irgend möglich. Morgen sind 2 (Spanisch und Italienisch, sehr hilfreich) und am Donnerstag auch nur 2. Naja… zumindest reserviert. Mal sehen, wie viel Fußvolk noch reinkommt. Das ist also meine Aufgabe für diese Woche: Lerne die Führung. Ich weiß nicht… es sind insgesamt 11 Zimmer, die Führung dauert 50-60 min und es gibt ca. unzählige Ausstellungsstücke. Oh Gott, wie soll ich mir das alles nur merken?!?!? Jahreszahlen, Verwandtschaftsverhältnisse, alle haben fast die gleichen Namen (und sehen komischerweise auch gleich aus…), Möbel dessen Verwendung man nur erraten kann aus allen möglichen europäischen Ländern. Naja… wenn die anderen das schaffen, warum dann nicht ich?! Zweifel bleiben trotzdem. Ich hoffe, der eine oder andere von euch kann mich mal „live“ bei einer deutschen Führung erleben und mir ehrliches Feedback geben. Schluck….

Sooo und da wären wir nun auch „schon“ (haha) am Ende meiner kleinen Geschichte „Claudi kommt in Schottland an“. Nach der Führung hatte ich Feierabend, da es auch die letzte des Tages war. Ich bin dann endlich mal in den Food Shop und den Gift Shop gegangen, um zu schauen, was die so verkaufen. Und natürlich zu den Highland Cows. Jetzt ist es inzwischen auch schon 21:15 Uhr und die Sonne ist untergegangen. Mein Füße sind auch kalt.

Achso, für diejenigen, die mich versuchen wollen, an meinem Geburtstag Samstag zu erreichen (Wink mit dem Zaunpfahl): schreibt mir lieber ne Email als eine SMS. Vielleicht habe ich am Samstag schon meine neue englische SIM-Karte. Wie das hier mit Email überhaupt laufen wird, ist mir auch noch nicht so klar. Morgen werde ich versuchen, in meiner Mittagspause in die Bücherei nach Forfar zu hetzen, um diese Email zu posten.

Ich werde übrigens an meinem Geburtstag nicht alleine sein, da das Schloss ein BBQ veranstaltet. Neeeein, nicht extra für mich, sondern so ein Kollegen-Ding. Dann lerne ich auch alle kennen. Wobei.. ich bin schon so mit Namen und Gesichtern zugebombt worden, da können eigentlich nicht mehr viele dazu kommen. Wir werden sehen.

Ich grüße euch alle herzlichst in der Heimat, hoffe ihr denkt mal an mich und könnt eines Tages an dieser wunderschönen Landschaft hier teilhaben. Es ist wirklich unglaublich schön.


@ Jenny: Mein Schloss ist viiiieeeel schöner als das von Mickey!

Nachtrag, Mittwoch 11. Juli

Heute bin ich bei insgesamt 5 Touren durch das Schloss mitgelaufen. Das bedeutet ca. 4,5 Std. herumstehen im Schloss und zuhoeren. Jetzt tut mein Ruecken weh! Morgen the same procedure. Und ratet mal, wen ich auf dem Weg in den Feierabend getroffen habe?! Richtig, den Earl of Strathmore and Kingshorne. Ich wusste gar nicht, wie ich mit ihm reden sollte, er hat sich grade mit 2 meiner Kollegen unterhalten. Da hab ich einfach mal “Hallo” und “Schoenen Abend” noch gewuenscht. Nun habe ich das also auch hinter mir…. Einen guten Geschmack hat er ja, zumindest, was Autos angeht. Er faehrt einen knallroten Mercedes SLK Cabrio. Hat mich auf dem Weg nach Forfar zur Bibliothek auch gleich mal ueberholt. Raser…. ;-)

Responses

  1. Nix da, Mickey’s Castle ist tooooooll!!! ;-)

    Und was heißt hier eigentlich ENGLISCHE Sim-Karte?!?!?

  2. Kat und ich haben alles gleich gelesen. Schreib doch nächstes Mal ein bisschen mehr…….
    Wir freuen uns alle für Dich das es so toll ist.
    Mama und Kat

  3. Das klingt super! Müsste jetzt eigentlich so viele Dinge kommentieren, aber das würde wohl den Rahmen sprengen. Freue mich jedenfalls über weitere Berichte, damit ich mein Fernweh-Verlangen stillen kann.

    Wünsche Dir eine ganz wunderbare Zeit. Take care!
    Julia

  4. Wow, bin ich neidisch!
    Wir haben zwar auch grad britisches Wetter (nicht das mit dem blauen Himmel und Zuckerwatte), ich freu mich auch darüber- aber nur, weil ich mich dann besser zum Lernen motivieren kann, hurra-hurra.

    Du machst es richtig, genieß jeden Moment und berichte uns weiterhin viel auf Deiner trendy page hier.
    Ganz viele unvergessliche Momente.
    Norman

  5. Hey Geburtstagskind!

    Ich find das klingt alles total aufregend! Aber ich weiß ganz genau, dass du das meistern wirst!
    Dein Zimmer sieht nett aus, aber noch n bissl kahl gelle?! Aber das wird sicherlich noch. Dann mal viel Spaß bei deinem BBQ!

    LG Carina

  6. Hallo Claudia,
    habe versucht, dir hier zum Geburtstag zu gratulieren, aber irgendwie klappt das nicht! Vielleicht mit einem neuen Versuch: Alles Gute und viel Spaß bei deinen Schlossführungen! Würde uns auch interessieren! Wir planen Schottland, aber zeitlich können wir gerade noch gar nichts festlegen.
    Ganz liebe Grüße aus Shanghai! Barbara und Wolfgang

  7. Hi Claudi!
    Ich hoffe, du hattest einen wunderschönen Geburtstag, aber eigentlich bin ich da ganz zuversichtlich dass du es dir schön gemacht hast. Ich hoffe, alle sind ganz lieb zu dir und du fühlst dich wohl…
    Diese Führung durch das Schloss wird in ein paar Wochen ein Klacks für dich sein, da bin ich mir ganz sicher. Lass dich nicht stressen und genieß die Zeit!

    Carina

  8. Hola Claudi,

    Na das scheint ja bisher ganz gut zu laufen bei Dir. Die Bilder sehen wirklich super aus!

    Wünsche Dir auch weiterhin viel Spaß und eine spannende Zeit!

    Torben

  9. Soso, die Queen liest deinen Namen…
    Dann ist sie ja bestens über dich informiert wenn ihr euch bei den Highland Games trefft…
    Wenn das nicht mal ne Freundschaft fürs Leben wird…;-)

  10. Gefaellt mir immer besser dein Castle ;-) )

  11. Hi Claudia, das sieht aus wie ein riesen Taufkleid! So ganz in weiß! Soll das was spezielles darstellen (erste Hofdame, Prinzessin oder was es sonst noch so in der viktorianischen Zeit gab?!) Das ist ja echt lustig mit den Verkleidungen!

  12. Groooooooßartig!! ;D


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